Kaiserstadt Buka

Die Kaiserstadt Buka ist die größte und wichtigste Stadt des ganzen Mittelreichs.

Die Hafenstadt Buka wird zum Osten hin vom offenen Meer, dem bukanischen Ozan, geschützt. Einige Meilen entfernt, auf einer felsigen Insel inmitten des Ozeans, befindet sich eine gewaltige Wehranlage, die Wachstation Umpata.

Über 75.000 registrierte Einwohner leben in der Kaiserstadt, aber man geht davon aus, das in der Kanalisation von Buka zahlreiche Leute hausen, die unerkannt und nicht registriert sind. Weiterhin vermutet man weitere 5.000 Menschen, die sich unregistriert in der Hauptstadt aller Hauptstädte aufhalten.

Durch zahlreiche Reisende und Händler kommt Buka pro Tag sicher auf rund 100.000 Personen.

Die Stadttore von Buka werden des Nachts eine Stunde vor Mitternacht geschlossen und erst zur sechsten Stunde des folgenden Tages wieder geöffnet. Ein- und Ausreise in der Zeit dazwischen sind nur mit einer Sondergenehmigung des Stadtmeisters, des Königs oder des Kaisers selbst möglich.

Die beiden Paläste des bukanischen Herrschers und des Herrschers des Mittelreiches liegen im Norden der Stadt auf leichten Hügeln. Der kaiserliche Stadtpark sowie der königliche Rosengarten sind am Mittag auch für das gemeine Volk geöffnet und dürfen kostenfrei besichtigt werden. Selbstverständliche achten zahlreiche Wachen darüber, das niemand die Wege verlässt, in einem der Seen badet oder sich erdreistet, Blumen zu pflücken. All das ist bei Strafe verboten.

Im Kaiserpark gibt es eine kleine Kapelle und einen Gruft, In welcher die Mitglieder des Kaisergeschlechtes ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

In dem vierstöckigem, mit 8 Türmen gezierten Kaiserpalast gibt es ein Wehrhäuschen, das jederzeit mit 500 Soldaten, Reitern und Bogenschützen besetzt ist.

 

Die Paläste werden umgeben von der Gero-Jinmar-Kirche sowie der Kaserne „Kaisertreu“.

Die Gero-Jinmar-Kirche ist die größte Kirche des gesamten Mittelreichs und bietet Sitzplätze für über 20.000 Gläubige. Sie ist außerdem der Wohnsitz des Hochgeweihten. Wer bei ihm vorsprechen möchte, muss beim Stadtmeister um eine Audienz bitten.

In der Kaserne sind über die Hälfte der 7.500 aktiven Soldaten stationiert. In jedem Viertel der Stadt gibt es eine Kaserne, aber keine ist so gut besetzt und gesichert wie die „Kaisertreu“.

 

Der riesige Stadtpark ist eine blühende Pracht, um die sich mehr Gärtner kümmern, wie so manches Dorf Einwohner hat. Eine gewaltige Freilichtbühne bietet Platz für etwa 3.000 Besucher. Ein riesiger See bildet das Zentrum des Parks. Er hat einen Durchmesser von beinahe einer Meile. „Sauberen“ Mitgliedern des gemeinen Volkes ist dort das Baden gestattet. Es sollte nur niemand auf die Idee kommen, sich darin zu waschen. Das kann bis zu mehreren Tagen Gefängnis nach sich ziehen.

Ansonsten trifft man im Park auf zahlreiche Gaukler, Poeten, Maler, Barden und Prediger. Zahlreiche gehende Händler bieten aus ihren grossen Taschen oder Handkarren eine bunte Vielfalt von Nutzlosigkeiten und brauchbaren Dingen an.

 

Wer etwas auf sich hält und zeigen möchte, das er Kulturell veranlagt ist, kommt um einen Besuch des Kaisertheaters nicht herum. Das prunkvolle Bauwerk bietet Platz für 10.000 Personen. Je nach Vorstellung liegen die Eintrittspreise zwischen 10 und 600 Goldstücken. Das gemeine Volk hat aber nur Zutritt zu den niederen Rängen. Der Niederadel darf sich zumindest im hohen Rang aufhalten. In die Loge oder auf einen Ehrensitz kommt man aber nur als Angehöriger oder geladener Gast des Hochadels. Die Kaisersitze sind nur den Herrschern sowie deren Gäste vorbehalten.

 

Ein weit bekanntes Gebäude ist das der Brauerei „Ibing“, in welchem das berühmte „Ibinger Bier“ gebraut wird. „Ibinger“ ist eigentlich in ganz Avir (also sogar im Norden und einigen wenigen Regionen des Südreichs) bekannt.

Es ist sehr einfach, in Buka sein Geld auszugeben, da man hier so ziemlich alles findet, was das Herz begehrt. Und wer im dreistöckigen „Handelshaus Starkad“ nicht fündig wird, der wird sicher etwas auf den zahlreichen Märkten entdecken. Das Handelshaus selbst führt von Arbeits- und Freizeitartikeln auch Kleidung und Schuhe sowie Schmuck und Geschmeide. Jedes Stockwerk wird permanent von 25 bewaffneten Söldnern mit Argusaugen bewacht und die insgesamt 50 Angestellten sind allesamt Meister Ihres Fachs. Auch wenn die Preise hier etwas gehoben sind, die Waren sind von feinster Qualität.

Auf den Märkten hingegen findet man Waren aus allen Teilen des Kontinenten, während bescheinigte Krieger und Söldner sich auch in den zahlreichen Waffenhändlern und Rüstungsläden um ihr Erspartes bringen lassen können. (Natürlich gilt hier, wie in jeder anderen Stadt, das allgemeine Waffengesetz.)

In Buka befinet sich auch der Hauptsitz der „Gilde der Gelehrten“. Ebenso findet man hier natürlich auch zahlreiche andere Gilden und Schulen.

Zahllose Tavernen, Herbergen und Gasthäuser sorgen für Abwechslung. Von der heruntergekommenen Spelunke bis hin zum noblen „Goldstück“ ist für jeden Geldbeutel das richtige zu finden.

 

Selbstverständlich hat eine so große Stadt wie Buka auch ihre Schattenseiten.

Gerade bei Nacht läuft man in einigen Gegenden schon in Gefahr, überfallen und ausgeraubt zu werden. Es gibt zahlreiche zwielichtige Gestalten in der Kaiserstadt, die man am Tag aber eher selten zu Gesicht bekommt. Nachts sollte man sich, vor allem in der Hafengegend, niemals alleine aufhalten.