Das Südreich

Trotz seiner gewaltigen Größe ist das Südreich eher spärlich besiedelt. Befinden sich an der West- und Nordküste noch sehr viele Dörfer und Siedlungen, so ist der Osten und besonders der Süden spärlich bis gar nicht besiedelt. Man kann hier höchstens auf herumziehende Nomadenstämme treffen.

Die nordwestliche Ecke des Südreichs ist ein wahrhaftes Paradies. Ein wundervoller Palmenstrand zieht sich von Schintoz bis nach Toshinto. Auch die Palaststadt Abrasim liegt in Mitte dieses wundervollen, wild-romantischen Landes.

Besonders Toshinto mit seinen zahlreichen Palmen und dem schier endlosen, weißen Sandstrand machen diesen Ort zu einem bevorzugten Aufenthaltsort für Menschen aus allen Regionen. Der „Perle des Südens“, als welche Toshinto überall in Avir bekannt ist, trägt ihren Ruf zurecht. Es ist eine schöne Stadt, die einem Reisenden so ziemlich alles bieten kann, was er vom Südreich erwartet.

In dieser Ecke fließt der größte und einzige Fluss des Südreiches ins Landesinnere, der
Mawhid. Er fließt bis kurz vor Kara’an. Man kann mit einem kleinen bis mittlerem Schiff direkt bis vor die Palaststadt Abrasim reisen. Die Ausläufer sind jedoch nur für sehr kleine Boote zu befahren.

Geht man weiter ins tiefe Innere des gewaltigen Südreiches, so überrennt einen die Hitze der riesigen Sandwüste sehr schnell. Weit und breit nichts als Dünen gelben Sandes. Und so heiß die Tage auch sein mögen, so kalt sind die Nächte in der großen Wüste. Wer sich in dieser Hölle aus Sand nicht auskennt, ist sehr schnell verloren. Wasser ist das wichtigste Gut, das man bei einem Marsch bei sich haben muss.

Tief im Süden befindet sich die, von den Einheimischen genannte, „Wüste des ewigen Todes“. Sie umschließt den sagenhaften Runenberg. Die Wüste des ewigen Todes ist so heiß, dass Elfen angeblich bei lebendigem Leibe verbrennen würden. Wasser sucht man dort vergebens.

Der Runenberg ist ein Gebirge von erstaunlichem Verlauf. Angeblich soll dort die ersten Rune entstanden sein, so glauben es zumindest die Südländer. Der Runenberg ist sehr hoch und sehr steil. Es gibt zwar eine Stelle, an der man zu seinem Zentrum vorstoßen kann, aber um diese zu erreichen, ist ein langer, schwerer Marsch von Nöten. Hat man das Zentrum erreicht, so findet man dort zuerst den Geisterturm, in welchem der Dschinn des Fleisches haust.

Nach einem weiteren Marsch und einer Klettertour über einen kleineren Berg kann man den
Feuersee erreichen. Dieser Lavasee, der ständig in Bewegung ist, reicht bis in eine Höhle im Gebirge des Runenbergs. Wie man allerdings den brennende See überqueren kann, ist bisher noch nicht gelöst. Eigentlich würde es nur eine Möglichkeit geben: Fliegen.

Im Südosten des Südreichs liegt der Berg Bagabar. Er bietet einen gewaltigen Vorrat an Edelsteinen aller Art, ist jedoch nur sehr schwer und mühselig zu erreichen.

 

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