Das Mittelreich

Von der südlichsten Spitze des Kontinenten Avirs bis an die Grenze des hisibrischen Reiches erstreckt sich das Kaiserreich Buka, von vielen auch als das bukanische Reich bezeichnet.

Durch seine Lage unterhalb der nördlichen Länder (wo viele auch fälschlicherweise das Elfenreich Hisibra mitzurechnen) und dem südlichen Reich Paschanna hat sich gemein hin auch die Bezeichnung „Mittelreich“ eingebürgert. Geographisch ist das zwar nicht wirklich korrekt, aber so genau nimmt das, im gemeinen Volk, ohnehin niemand.

Westlich vom Mittelreich zieht sich das, als unüberwindlich geltende, „Windenmeer“. Im Osten befindet sich der weite „bukanische Ozean“. Die „Straße des Südens“ trennt dann schließlich den Kontinenten Avir von dem Kontinenten Paschanna, dem sogenannten Südreich.

Das bukanische Reich besteht aus vier Königreichen, deren gleichnamige Hauptstadt auch immer den Sitz des jeweiligen Königs beherbergt: Buka im Osten, Kutaan im Westen, Sorin in der Mitte bis in den Norden und Dahir im Süden

 

Das Königreich Buka

In Buka hat auch der Kaiser, der über alle vier Königreiche herrscht, seinen Hauptpalast.

 

Das Königreich Kutaan

Durch seine vielen Wälder ist Kutaan einer der Hauptlieferanten für Holz. Aufgrund der reichhaltigen Flüsse und Seen und der Lage am Windenmeer lebt ein Großteil der Bevölkerung vom Fischfang, die übrigen Bewohner sind einfache Bauern, die aufgrund des fruchtbaren Bodens meist keinen Hunger leiden müssen.

 

Das Königreich Sorin

Anders dagegen sieht es im Nachbarreich Sorin aus: Der Boden ist weit weniger fruchtbar als in Kutaan und es gibt sehr wenige Fische in den seltenen Seen des Reiches. Hier ist man auf den Handel mit Kutaan angewiesen. Für die Bauern von Sorin ist jede Saat ein kleiner Kampf ums Überleben, jedes tote Herdentier kann einen herben Verlust darstellen.

In den wenigen, wirklich großen Wäldern Sorins treibt sich allerhand Gesindel herum. Die Gefahr, von Strauchdieben überfallen und ausgeraubt zu werden ist hier besonders hoch. Auch Wilderer haben sich in den Wäldern breit gemacht.

Die Wälder von Sorin sind gefährlich und es werden viele böse Geschichten über sie erzählt. So gibt es hier den „Verbotenen Wald“, der auch als Grenze zum hisibrischen Reich verläuft. Es heißt, nur die Elfen kennen einen sicheren Weg durch diesen Wald. Wer ihn ohne deren Wissen betritt gilt als verloren.

Auch der „Finsterwald“, ein dichter Laubwald, gilt als Versteck für allerlei übles Gesindel. Hier werden, zumindest den Einheimischen nach, des öfteren finstere Rituale abgehalten.

Zuletzt bildet der „Schwarzkuppenwald“ die Grenze zum Reich Dahir. Hier soll sich der legendäre „Hort der Schatten“ befinden. Ein unheimlicher Schatten soll von dort aus über „seinen“ Wald wachen.

Sorin ist ein verarmtes Reich, dessen Bewohner häufig leicht verbittert und zudem außerordentlich abergläubisch sind. Nichts deutet mehr darauf hin, dass Sorin vor sehr langer Zeit einmal Kaiserstadt war. Dieser alte Ruhm ist längst verblasst.

 

Das Königreich Dahir

Das Reich Dahir ist zwar von der Fläche her das größte der vier Königreiche, jedoch wird der größte Teil vom, sogenannten, „Dschungel von Dahir“ beansprucht. Dieser Dschungel ist ein gewaltiger, dichter Mischwald, der sich über mehrere hundert Meilen erstreckt. Um diesen gewaltigen Wald ranken sich zahlreiche Legenden, die immer wieder wagemutige Abenteurer anziehen. Doch wer sich nicht wirklich in dem Dschungel auskennt kann sich dort auf ewig verlaufen…

In Dahir findet man sehr interessante Städte, wie zum Beispiel Sirap, die Stadt der Freude und der Liebe. Sirap gilt als die schönste Stadt des bukanischen Reiches.

Ganz in der Nähe liegt das genaue Gegenteil: Shikoga, die Stadt der Verbrecher. Durch lange Verträge wurde ausgearbeitet, dass die Bewohner Shikogas Sirap nicht angreifen. Im Gegenzug ist jeder, der sich in Shikoga aufhält, von der Strafverfolgung ausgenommen. Shikoga ist somit der Fluchtpunkt vieler gesuchter Krimineller. Die Stadtherren und die „Gardisten“ achten peinlich genau darauf, dass beide Seiten ihren Vertrag auch einhalten.

Auch die Hafenstadt „Chintu“ sollte keinesfalls unerwähnt bleiben: Zum einen leben in Chintu zahlreiche Zwerge, die dort ihr eigenes Königreich errichtet haben. Dieses Reich, das „Zwergenreich Chintu“ ist vom bukanischen Reich als solches anerkannt worden. Man lebt in harmonischem Frieden mit den Chintu-Zwergen. Was Chintu noch ausmacht ist die Tatsache, dass es die einzige Hafenstadt im Reich Dahir ist. Die Küsten von Dahir sind in der Regel hoch, steil und mit Felsen übersät.

Im Südwesten befindet sich die „Straße von Larem-Dül“, eine Wasserstraße, die eine extreme Strömung aufweißt. Kaum ein Mensch ist in der Lage diese Straße zu durchfahren. Spitze Klippen, Trümmer von Wracks und plötzliche Sandbänke bedeuteten schon das Ende für so manches Schiff, das mutig genug war, sich in diese Straße zu wagen. Lediglich bei Chintu sind die Bedingungen für die allgemeine Schifffahrt ideal.

Man munkelt im Übrigen, es gäbe noch eine weitere Hafenstadt im Dschungel. Diese soll allerdings ein großer Piratenstützpunkt sein. Was daran wahr ist, wissen wohl nur die zahlreichen Piraten, die auf den vielen, kleinen und größeren Inseln von Dahir ihre Verstecke haben.

Die Bewohner von Dahir brauchen sich um Holzknappheit selbstverständlich keine Gedanken zu machen. Fischer gibt es nur bei Chintu. Der Boden von Dahir gilt als ertragreich, weshalb sich auch die Bauern selten über eine schlechte Ernte beklagen. Wer als Bauer keine Felder bestellt, lebt von der Viehzucht.

In fast jeder Ortschaft gibt es sogenannte „Rinderbarone“ und „Schweinefürsten“. Die wenigsten davon sind tatsächlich echte Adelige, doch sind sie meist sehr wohlhabend und verfügen über einen gewissen Einfluss. Viele Rinderbarone haben sich große Flächen von Weideland erkauft und lassen ihre Herden dort grasen. Die Herden werden meist von „Viehtreibern“ und Söldnern bewacht.

 

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