Das Zeitalter vor Servin

Während der zweiten Zeit gibt es in Nordland nur zwei gewaltige Ereignisse, die auch in den Schriften der anderen Reiche verzeichnet sind.

Zum einen wäre da der Marsch der Skorr gegen das Elfenreich um das Jahr 1.840. Dieser Marsch, der in der berühmten Schlacht auf der Hochebene von Kyrel endete, ist der größte bisher verzeichnete Skorr-Aufmarsch überhaupt.

Zum anderen ist die Errichtung Malkasoniens ab dem Jahre 3.430 nennenswert.

Viele weitere, teils auch sehr wichtige, Ereignisse sind nicht näher dokumentiert, da die dort lebenden Völker Außenstehende eher selten in ihre Geschichte einweihen.

Fest stehen aber folgende Dinge:

Dir menschlichen Völker wandelten sich zum größten Teil. So wurden die Dunatarer zu einem Jäger-Volk. Ihre Lebensweise ist äußerst einfach und steht im Einklang mit der Natur. So wie es scheint haben die Elfen gar Freundschaft mit den Dunatarern geschlossen. Angeblich können sie die ansonsten für Menschen unsichtbare Städte der Elfen sehen.

Die Kaltaren wurden zu einem Hirten- und Nomadenvolk, welches nur in den kältesten Zeiten für kurze Zeit sesshaft wird.

Lediglich die Norrd streifen noch immer als wilde Barbaren durch die nördlichen Lande. Sie sind meist rau und ungehobelt, verfügen aber dennoch über eine eigene Kultur.

Skorr-Siedlungen gab es nur sehr wenige, da die meisten mir ihrer Sippe oder Horde durchs Nordland streifte. Doch im Laufe der Jahrhunderte (man nimmt im Allgemeinen die Zeit um das Jahr 1.500 an) bildete sich so etwas wie eine gewaltige Stadt. Der Ort „Skorr’wor’cho“ ist eine feste Ansammlung von großen, primitiven Behausungen (meist Zelte), in welchen immer mehrere hundert, wenn nicht gar tausende von Skorr anzutreffen sind. Es scheint in dieser „Stadt“ sogar eine Art Anführer zu gelten, dem alle Besucher der Stadt gehorchen.

Das einzige, was man mittlerweile über Skorr’wor’cho herausgefunden hat ist die Tatsache, das es keine festen Bewohner dort gibt. Kommt ein Skorr dort an und findet ein leer stehendes Zelt, zieht er dort ein, bis er Skorr’wor’cho wieder verlässt. Während seines Aufenthalts in der „Stadt“ jedoch gehorcht er auf das Wort des Anführers. Skorr’wor’cho ist also weniger eine Stadt, sondern vielmehr ein permanenter Versammlungsplatz, wo ein reges Kommen und Gehen herrscht.

Wer auf die Idee Skorr’wor’cho gekommen ist entzieht sich aber dem heutigen Wissen der Menschen; ebenso die Frage nach dem Sinn dieses Ortes.

Aufklärung hierüber könnten wohl nur die Skorr selbst geben, doch bisher hat sich niemand in ihre Mitte gewagt (bzw. ist jemals von dort zurückgekehrt).

 

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Die Geschichte des Hohen Nordens: