Das Zeitalter vor Servin

Auch wenn keine genauen Daten vorliegen, so gibt es doch zumindest einige bestätigte Informationen aus der zweiten Zeit, die mit den Elfen zu tun haben:

 

Die ersten 100 Jahre

Wie genau es dem Barbarenführer Tarn Lokat gelungen ist, einen dauerhaften Frieden auszuhandeln, wird wohl auf ewig ein Geheimnis bleiben. Fakt ist jedoch, das im Jahre 12 ein endgültiger Friede ausgerufen wurde.

Aus, bis heute, nicht geklärten Gründen zogen sich die Elfen mehr und mehr zurück und überließen den Menschen den größten Teil ihres einst so stolzen Reiches.

Zu Beginn der zweiten Zeit unterstützten sie das junge Reich als Lehrer und Berater. Man sagt, Tarn Lokat habe von der Erfahrung der Elfen profitiert und, angeregt durch ihre Weisheit, die Idee einer festen Zeiteinteilung gehabt.

 

Der langsame Rückzug

Nachdem die Elfen den Menschen vieles gelehrt hatten, begannen Sie etwa ab dem Jahr 120 sich rar zu machen. Immer seltener verließen sie das Reich Hisibra und mit der Zeit waren sie nur noch Geschichten und Legenden.

Da ihre Städte für Menschen meist nicht sichtbar sind, erzählte man sich beim gemeinen Volk, sie hätten die Welt verlassen. Tatsächlich zeigten Sie sich in den folgenden Epochen nur sehr selten, hatten die Welt aber keinesfalls verlassen.

 

Krieg gegen die Skorr

Das größte Problem der Elfen waren die, aus dem Nordland einfallenden, Skorr.

Elfische Städte werden durch einen komplexen Beherrschungszauber geschützt. So scheint es für, im Reich Hisibra umher irrende, Reisende so, als existiere es die Elfenstadt gar nicht.

Tatsächlich aber nimmt man sie einfach nicht wahr. Es ist also theoretisch möglich, das man direkt vor dem Tor einer elfischen Stadt nächtigt und sie einfach nicht bemerkt.

Das Problem bei den Skorr ist, das sie offenbar gegen diesen Zauber immun sind. Auf der Suche nach neuem Lebensraum drangen die Skorr weit ins Reich Hisibra vor und richteten große Schäden und Verwüstungen an.

Sie wurden zurückgeschlagen, doch immer wieder versuchten sie in das hisibrische Reich einzudringen.

Der größte und zugleich grausamste Angriff fand im Jahre 1.840 statt und endete in der großen Schlacht auf der Hochebene von Kyrel. Diese Schlacht wird heute gemein als das „Massaker von Kyrel“ bezeichnet.

 

Das Elfenreich zur Zeit des dunklen Kaisers

Als, der später unter dem Namen „dunkler Kaiser“ bekannte, Zatar Beschoff den mittelländischen Thron an sich riss, hofften viele Menschen auf Rettung durch die Elfen.

Doch die Elfen schienen überhaupt nicht auf die finstere Bedrohung zu reagieren. Sie zogen sich in ihr Reich zurück und es gab nahezu keine Elfensichtungen während der Regentschaft Beschoffs. Allerdings schienen einige wenige Mitleid mit den unterdrückten Menschen zu haben und stellten sich auf ihre Seite. Hier sei vor allem Nylina Taral’sa-Imina erwähnt.

Nach dem Ausspruch des Magieverbots, durch den Zwergenkaiser Koroschox Baladux, sah man für eine lange Zeit überhaupt keine Elfen mehr im Mittelreich. Sie waren plötzlich als „Kreaturen aus reiner Magie“ verhasst.

Einige deuteten die Worte des Zwergenkaisers jedoch falsch und machten eine zunächst erfolglose Jagd auf sie. Als die „Magie-Jäger“ damit begannen in den Wäldern Hisibras unkontrollierte Feuer zu legen kam es zu einer großen Katastrophe, die vielen Elfen das Leben kostete.

Die Täter wurden jedoch von einem letzten kleinen Bündnis von Menschen und Elfen aufgespürt und nach kurzem Prozess im Mittelreich verurteilt und hingerichtet.

In den folgenden Jahrhunderten entfernten sich Menschen und Elfen still voneinander. Irgendwann genossen die Elfen wieder den Ruf als „mystische Wesen“, deren Existenz in Frage gestellt wurde.

Erst unter der Herrschaft des Kaisergeschlechts Dallarin näherten sich die Elfen wieder vorsichtig und misstrauisch ihren menschlichen Nachbarn. Im Jahre 3.435 begannen die Arbeiten an der Burg Aman, die bis heute als das einzig dauerhaft sichtbare Gebäude im Reich Hisibra gilt. Im Jahre 3.448 wurde sie fertig gestellt.

Gegen Ende der zweiten Zeit lebten sogar ein paar wenige von Ihnen wieder in menschlichen Städten wie Abernia oder Kutaan. Viele Elfen treiben wieder lockeren Handel mit den Mittelländern.

 

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Die Geschichte Hisibras: